Emma Marum wurde am 5. März 1857 in Estenfeld bei Würzburg als Emma Esther Frank geboren. 1887 heiratete sie den Kaufmann Simon Marum aus Sprendlingen. Nach seinem Tod zog sie 1927 von Bingen nach Mutterstadt, wo ihre Tochter Amalie Dellheim mit ihrer Familie lebte. Emma wohnte in der Dannstadter Straße 15, in einem Haus, das sie von ihrem Schwiegersohn Julius Dellheim gemietet hatte und das später in den Besitz der Familie Marum überging. Von ihren Kindern wanderte Markus nach Brasilien aus, Alfred fiel als Leutnant im Ersten Weltkrieg, und Wilhelm wurde nach dem Novemberpogrom in Dachau inhaftiert und später nach Auschwitz deportiert. Am 22. Oktober 1940 wurde Emma Marum von Mutterstadt nach Gurs deportiert. Dort starb sie am 11. Dezember 1940 und erhielt die Grabstelle Nr. 350. Mit 83 Jahren war sie das älteste jüdische Opfer aus Mutterstadt.
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