Walter Riegel wurde am 20. November 1907 in Mutterstadt geboren und arbeitete wie sein Vater Karl als Heizer. Durch seine Familie und seine Ehe war er eng mit den örtlichen Sozialdemokraten und antinazistischen Kreisen verbunden: Seine Tante war die Schwester von Jakob Weber, dem von den Nazis verfolgten Bürgermeister von Mutterstadt, und sein Schwiegervater Adam Heene war an Untergrundaktionen gegen das Regime beteiligt. Riegel war aktives Mitglied des Reichsbanners und entfernte im Januar 1933 eine Hakenkreuzflagge vom Wasserturm. Am 13. März 1933 wurde er von SA-Männern mit vorgehaltener Waffe festgenommen und in „Schutzhaft“ nach Neustadt gebracht, wo er von SS und SA schikaniert wurde. Später wurde er in Frankenthal inhaftiert und am 25. April 1933 freigelassen. Danach stand er unter Beobachtung, verlor Arbeitsmöglichkeiten und wurde 1940 zur Wehrmacht eingezogen. Er starb am 3. April 1985 in Homburg.
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