Die Familie Siesel bestand aus jüdischen Flüchtlingen aus Altenstadt, die sich in der Turfstraat 35 A in Zutphen niederließen. Vater Julius, ein Viehhändler, lebte dort mit seiner Frau Sarah Selma Katzenstein und ihren Kindern Frits, Stella und Karola. Das Leben war schwer: Die Familie hatte wenig Geld, erhielt Unterstützung von jüdischen Hilfskomitees und versuchte, sich in der jüdischen Gemeinde von Zutphen ein neues Leben aufzubauen. Stella starb 1941 in Zutphen, nachdem ihr die Erlaubnis verweigert worden war, zur medizinischen Behandlung zu reisen. Während der Razzia am 17. November 1942 wurden Julius, Sarah und die zehnjährige Karola verhaftet, über Westerbork nach Auschwitz deportiert und am 27. November 1942 ermordet. Frits blieb in Westerbork, floh 1944 mit Hilfe der Westerweel-Gruppe und gelangte später nach Israel.
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