Otto Gutekunst wurde am 9. September 1897 in Mutterstadt geboren. Er betrieb einen Bauernhof in der Schulstraße 25, wo er mit seiner Frau Anna Mazömeit und ihren drei Kindern lebte. Unter dem Nazi-Regime wurde er als „asozial“ eingestuft; man warf ihm vor, seine Familie und seinen Hof zu vernachlässigen, zu trinken, Rechnungen nicht zu bezahlen und gewalttätig zu sein. Am 29. September 1937 beantragte der Bürgermeister, Gutekunst für ein Jahr in das Konzentrationslager Dachau zu schicken, angeblich um ihn zu einem „nützlichen Menschen“ zu „erziehen“. Nur zehn Tage später traf er als Zwangsarbeitshäftling in Dachau ein und wurde unter der Nummer 12837 registriert. Dort starb er am 19. Dezember 1937 im Alter von 40 Jahren. Seine Mutter veranlasste, dass seine Urne von München zurück nach Mutterstadt geschickt wurde, wo er beigesetzt wurde.
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