Die jüdischen Schwestern Melanie Klein und Emma Klein wurden 1877 und 1882 in Nieder-Saulheim geboren. Sie lebten und arbeiteten in der Römer 213, heute Neupforte 3. Ihre Eltern waren Salomon Klein und Philippina, geborene Heidingsfelder; ein Bruder, Siegmund, starb im Säuglingsalter. Emma betrieb zusammen mit der nichtjüdischen Maria Kröhle ein kleines Geschäft, in dem Kurzwaren, Textilien, Zigarren und Zigaretten verkauft wurden; auch Melanie arbeitete in dem Geschäft mit. Nach den Novemberpogromen wurden beide Schwestern am 2. Januar 1939 gezwungen, in ein sogenanntes „Judenhaus“ in Mainz zu ziehen. Melanie starb am 14. Juni 1939 in Mainz an Gebärmutterhalskrebs und wurde dort auf dem Neuen Jüdischen Friedhof beigesetzt. Emma wurde am 27. September 1942 von Rheinhessen nach Theresienstadt deportiert und dort am 15. März 1943 ermordet.
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